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28. Juni 2010 von Axel

Ladenhüter im Portfolio

1a-Service Ihres Versicherungsagenten oder Ihrer Bank – den könnten Sie eigentlich erwarten. Schließlich zahlen Sie Ihre Versicherungsraten immer pünktlich, bedienen jeden Dispokredit und beklagen sich nicht einmal, wenn Sie dafür auch noch horrende Zinsen zahlen sollen.

Allerdings sieht das in der Realität ganz anders aus.

Denn Banken, Sparkassen und Versicherungen bieten Ihnen selten die besten Produkte an – auch bei fondsgebundenen Versicherungen. Statt wirklich Spitzenprodukte nehmen sie ihre eigenen Fonds ins Portfolio auf, die im Rating meist weit unter den Marktführern liegen. Das ergab eine Studie der europäischen Ratingagentur Feri EuroRating Services AG von Ende Juni 2010. Nur jeder vierte von fast 3000 untersuchten angebotenen Fonds kam auf ein A- oder B-Rating, das mittelfristig eine stabile und überdurchschnittliche Performance bei relativ niedrigem Risiko bietet. Auch nutzen viele Banken, Sparkassen und Versicherungen die Möglichkeit, ihre eigenen Fonds in den Policen unterzubringen. Die Versicherer setzen auf Flaggschifffonds der Branche, die jedoch teilweise mit Performanceproblemen zu kämpfen haben.

Fazit: Weil die Fondsqualität schlecht ist, sinkt Ihre private Rente.

Ein Grund mehr, sich sachlich und umfangreich zu informieren.

2 Kommentare »

  • Wie bei allen Geldanlagen gilt auch hier oftmals Gier frißt Hirn. Wer Fondsgebundene Versicherungen als Altersvorsorge in Betracht zieht, sollte wissen, dass Fonds letztendlich Anteilsscheine an Unternehmen darstellen. Niemand, der noch bei Verstand ist, würde sich an einem Unternehmen beteiligen ohne etwas von diesem Unternehmen zu wissen. Eigenkapitaldecken, Gewinne, Verluste, Entwicklung der letzten Jahre, Zukunftsperspektiven etc. Bei Fonds scheint dies nicht zu gelten. Allein der Hinweis, dass in den letzten X Jahren Aktien oder Fonds immer besser gelaufen sind als Festverzinsliche Papiere reicht meistens, um das Hirn auszuschalten. Eine tolle Performance in der Vergangenheit sagt hat aber überhaupt keine Aussagekraft für die Zukunft. Es ist leicht einen Fonds herauszusuchen und anzubieten, der in den letzten 10 Jahren gut gelaufen ist. (Obwohl die meisten Anbieter sich nicht einmal diese Mühe machen) Ebenso leicht ist es die 6 richtigen Lottozahlen der letzten Jackpots herauszusuchen. Aber hilft das wirklich den nächsten Jackpot zu knacken?
    Bei Altersvorsorgeprodukten sollte es darum gehen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein gewisses Kapital oder eine gewisse Rente zur Verfügung zu haben, und zwar sicher! Sicherheit ist das magische Zauberwort! Wer bereit ist Risiken einzugehen, weil er glaubt klüger zu sein als der Markt, der wird seine Arroganz oftmals am Ende teuer bezahlen müssen.

    Kommentar by Georgios — 27. Juli 2010 @ 09:04

  • Ein bisschen Polemik hilft halt auch, wenn es darum geht, Altersvorsorge und Altersvorsorgeprodukte zu betrachten und ihre Risiken zu analysieren… ;) Aber in der Sache ist der Kommentar schon sehr richtig…

    Kommentar by Frank — 27. Juli 2010 @ 09:35

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