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8. Juli 2010 von Axel

Permanenter Reformdrang

Also, mal ehrlich: Können Sie das Wort Reform im Gesundheitssystem noch hören? Was die Koalition da aktuell abliefert, gleicht der totalen Resignation vor Ärzten und Versicherungen. „Bei einer erfreulicherweise älter werdenden Bevölkerung und wachsenden medizinischen Möglichkeiten können die Gesundheitsausgaben nicht sinken“, erklärte  Bundesminister Philipp Rössler vergangenen Dienstag seine Kapitulation. Statt Umbau und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems hat die Bundesregierung eine gigantische Geldbeschaffungsmaschine angeschmissen.

Sie als normalen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer betrifft das gleich doppelt. Zum einen zahlen Sie mehr Krankenkassenbeiträge. Sechs Milliarden Euro sollen so in diesem Jahr zusammen kommen. Wohlgemerkt: in diesem Jahr.

Von 14,9 auf 15,5 Prozent des Bruttolohns steigen die Beiträge. 7,3 Prozent entfallen auf die Arbeitgeber, 8,2 Prozent tragen die Arbeitnehmer. Künftige Steigerungen tragen diese allein, denn der Arbeitgeberanteil wird gesetzlich bei 7,3 Prozent verankert. Zum anderen zahlen Sie als Rentner den höheren Beitragssatz. Heute und morgen: Sie ahnen schon, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

1 Kommentar »

  • Die Gesundheitspolitik der Regierung geht einem richtig auf den Geist. Seit längerem machen nur halbherzige Lösungen die Runde. Gleichzeitig wird der Beitragszahler zunehmend verunsichert. Ob der unerfahrene Bundesminister hier der richtige Problemlöser ist? Ich hoffe es immer noch.

    Kommentar by Sebastian — 6. August 2010 @ 07:41

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