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5. September 2010 von Norman

Deutsche zu arm für die private Altersvorsorge

Mehr als ein Drittel aller Deutschen im Alter von 18 bis 60 sorgen nicht privat für ihr Alter vor. Sie fühlen sich trotz staatlicher Förderung zu arm für eine private Altersvorsorge. Dies ergab eine Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF), welche im Auftrag der Hannoverschen Lebensversicherung AG erstellt wurde.

Im Juli 2010 wurden vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung 1002 representativ ausgewählte Personen im Alter zwischen 18 und 60 online befragt, wobei 35 Prozent der Teilnehmer angaben, keine freiwillige Altersvorsorge getroffen zu haben.

Die Umfrage zeigt deutlich auf, dass die Bereitschaft zur privaten Vorsorge mit dem Einkommen steigt. Während bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 EUR nur 28 Prozent der Befragten entsprechend vorsorgen, steigt der Anteil bei einem Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 EUR bereits auf über 75 Prozent. Gleichzeitig wurde von 71 Prozent der Personen, die keine private Absicherung für ihr Alter betreiben, angegeben, sich die Beiträge dafür schlicht und einfach nicht leisten zu können.

Starke Unterschiede zeigt die Studie zudem beim Geschlecht, der Herkunft und den Altersgruppen auf: So zahlen derzeit nur gute 58 Prozent der Frauen in eine private Rentenversicherung ein, Männer hingegen zu über 71 Prozent. Während Berlin mit nur 43 Prozent den Bundesdurchschnitt der privat Vorsorgenden drückt, hebt ihn der Nachbar Brandenburg mit stattlichen 77 Prozent.

Neben einer Vielzahl weiterer Gründe wie etwa unzureichende Informationen (19 Prozent) oder schlechte Beratung (8 Prozent) sind es denn schließlich meist die finanziellen Verhältnisse, die trotz staatlicher Unterstützung wie z.B. durch Riester- oder Rürup-Rente den Ausschlag für den Verzicht auf eine private Altersvorsorge geben. Und das, obwohl über 94 Prozent der Befragten die Notwendigkeit einer freiwilligen, privaten Vorsorge bewusst ist.

Fraglich ist jedoch, ob sich auch jeder über seinen individuellen Vorsorgebedarf im Klaren ist. “Die meisten Deutschen kennen ihre Versorgungslücke nicht” erläutert Christian Bielefeld, Vertriebsvorstand der Hannoverschen Leben und fügt hinzu: “Fehlendes Geld und unzureichende Information greifen hier ineinander”. Dies müsse verändert werden, eine private Altersvorsorge ist auch mit kleinen monatlichen Berägen möglich, so Christian Bielefeld.

3 Kommentare »

  • Das hört sich irgendwie nach einem Teufelskreis an.
    Zu arm für Altersvorsorge –> noch ärmer im Alter

    Kommentar by David — 6. September 2010 @ 09:30

  • Ich glaube, die Wahrheit steckt im letzten Absatz des Artikels. Die meisten begreifen nicht, dass auch ein kleiner Betrag pro Monat sich über die Jahre zu ansehnlichen Summen addiert! Thilo Sarrazin würde wahrscheinlich sagen, dass das was mit dem Intellekt zu tun hat, der auch die Ursache für die Einkommensklasse ist, in der sich der Einzelne befindet… ;)

    Kommentar by Frank — 7. September 2010 @ 16:54

  • :) … und seine Theorie zur genetischen Identität anfügen.

    Ich schließe mich der Meinung von Frank voll und ganz an. Aus meiner Sicht ist daher unerlässlich, junge Menschen bereits vor dem Start ins Berufsleben für das Thema Altersvorsorge zu sensibilisieren.
    Zwischen Kunst, Religion und Musik ließen sich sicher ein paar Unterrichtseinheiten dafür finden…

    Kommentar by Matthias — 7. September 2010 @ 18:18

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