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27. Oktober 2010 von Axel

Geht’s uns noch zu gut?

Das muss man sich mal vorstellen: Knapp eine Milliarde Euro staatlicher Zulagen nahmen Deutschlands Riester-Sparer allein 2007 nicht in Anspruch. Knapp vierzig Prozent der Sparer hatten einfach vergessen, die Förderung zu beantragen. Sechzig Prozent zahlen zu wenig ein, um sich vollständig fördern zu lassen. Zu diesem erschütternden Ergebnis kommt eine neue Studie des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg i. Br.

Ist also der Medienhype um die Altersvorsorge und den Abbau staatlicher Fürsorge gar nicht berechtigt? Geht’s uns Deutschen zu gut, dass wir auf soviel Geld verzichten wollen?

Viele Anleger seien sich gar nicht bewusst, dass sie Geld verschenken, sagt der Direktor des Freiburger Forschungszentrums, Bernd Raffelhüschen. Oft wüssten sie nicht, wie hoch ihr Einkommen ist – um den Höchstsatz zu erhalten, muss ein Riester-Sparer mindestens vier Prozent seines beitragspflichtigen Jahreseinkommens selber einzahlen. Oder sie vergessen, ihre Riesterzahlungen bei Gehaltserhöhungen anzugleichen. Weil ausserdem viele Riester-Verträge erst zum Jahresende abgeschlossen werden,  haben Sparer dann nicht mehr genug Geld, um den kompletten Jahressatz aufzubringen. Das galt 2007. Man darf gespannt sein, wie es in den Folgejahren der Krise aussieht.

2 Kommentare »

  • Ach du meine Güte, das ist ja wirklich erschreckend. So viele Menschen haben anscheinend immernoch nicht ausreichend Ahnung was das Thema private Altersvorsorge betrifft. Wer hat denn schon bares Geld zu verschenken?! Ich habe auch einen Vertrag für die Riester Rente abgeschlossen und lasse mich regelmäßig von meinem Versicherungsberater informieren. Als Laie scheuen sich viele bestimmt vor dem Thema Finanzen und Altersvorsorge.

    Kommentar by Carmen — 28. Oktober 2010 @ 12:36

  • Ja das ist wirklich schockierend, wieviel Geld verschenkt wird. Es ist einerseits Einstellungssache und andererseits auch Zeitmangel. Viele Menschen möchten sich mit dem Thema Finanzen so wenig wie nur möglich beschäftigen. Dabei wird ein Verzicht auf Geld in Kauf genommen.

    Auf der anderen Seite sind heutzutage leider sehr viele Menschen durch ihre Arbeit dermaßen in Anspruch genommen, dass weder Zeit noch Energie für die eigenen Finanzen übrig bleibt. Die wenige Freizeit wird dann logischerweise nicht dafür verwendet.

    Kommentar by Uwe — 12. Januar 2011 @ 12:02

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