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12. Oktober 2010 von Bettina

Informieren, dann debattieren

Es gab herbe Kritik landauf, landab, als die Politik beschlossen hat, dass das Rentnerleben später beginnen soll als bisher. Millionen von Arbeitnehmern sahen ihren eigenen, sauer erarbeiteten Ruhestand in Gefahr. In dieser allgemeinen Aufregung sind bei manchen aber offenbar wichtige Details untergegangen.

Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge wissen zwei Drittel der Erwerbstätigen nicht, in welchen Stufen und Zeiträumen das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 67 angehoben wird. Immerhin jeder dritte Befragte geht davon aus, dass schon jetzt alle Arbeitnehmer zwei Jahre länger arbeiten müssen. Nur 13 Prozent wussten, dass das Rentenalter schrittweise steigt und tatsächlich erst in 19 Jahren die ersten Rentner regulär mit 67 in den Ruhestand gehen.

Man mag zu dieser politischen Entscheidung stehen wie man will. Manche verweisen auf den Bauarbeiter, der sich schon mit 50 den Rücken ruiniert hat und wo die Rente mit 67 utopisch klingt. Andere sehen das demographische Problem und wissen, dass mancher fitte, motivierte 65-Jährige gern noch ein paar Jahre länger arbeiten würde.

Was in der Debatte aber in jedem Fall hilft: Klare Informationen, was die Regelung im Detail und für den einzelnen eigentlich bedeutet.

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1 Kommentar »

  • Absolut. Klare Informationen sind, wie so oft, auch oder eben gerade bei einem so wichtigen Thema wie dem Renteneintrittsalter Gold wert.

    Nun kann man allerdings nicht behaupten, dass eben diese Informationen Mangelware sind. Woran liegt es denn also, dass 2/3 der Erwerbstätigen keinen Schimmer von ihrem persönlichen Renteneintritt haben, während am Stammtisch fleißig über die Rente ab 67 hergezogen wird?

    Am Erwerbstätigen? Ja klar. Er könnte sich ja schlau machen.
    Ausschließlich an ihm? Ich denke, nicht nur…

    Meiner Meinung nach sollten sich die Medien, auch in Bezug auf andere Themen, ganz gewaltig an der Nase zupfen. Und Stellung dazu beziehen, ob sie weiterhin mit reißerischen Headlines die Arbeit der jeweiligen Bundesregierung zugunsten von x Promille Mehrauflage in Grund und Boden reden wollen oder nicht ggfs. die Aufklärung der geneigten Leserschaft der dauerhaft erfolgreichere Weg ist.

    Und dabei erwarte ich noch nicht einmal Patriotismus, auch wenn der in Deutschland durchaus an einigen Stellen angebracht wäre.

    Letztlich muss uns allen klar werden:

    - Heulen hilft nicht, anpacken schon.
    - Es geht um uns alle, die Rentenvorsorge aller in Deutschland lebenden Menschen und ihrer Kinder.
    - Wir können heute etwas bewegen, was wir aber heute versäumen müssen unsere Kinder ausbaden….

    Herzliche Grüße aus Karlsruhe.

    Kommentar by Thilo — 12. Oktober 2010 @ 19:20

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