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15. Oktober 2010 von Axel

Heißer Herbst in Frankreich

Frankreich stehen heiße Tage bevor. Zum morgigen Samstag rufen Gewerkschaften und Sozialverbände zu Großdemonstrationen auf. Viele Franzosen kämpfen weiterhin gegen die Reform ihrer Rentenversicherung. Durch ein höheres Eintrittsalter und ein verschobenes Bezugsrecht soll die marode gesetzliche Rentenversicherung aufgepäppelt werden. Frankreichs Bevölkerung fürchtet zweierlei. Zum einen sinkende Renten für den eigenen Ruhestand. Zum anderen noch mehr auf dem Arbeitsmarkt. Denn gerade die jungen Franzosen haben eine Sorge: wenn das Renteneintrittsalter angehoben wird, müssen weniger Arbeitsplätze neu besetzt werden. Und das schmälert die Anwartschaften der jungen Generation.

Das Französische Rentensystem unterscheidet sich vom deutschen in einigen Punkten. So liegt das Renteneintrittsalter derzeit bei 60 Jahren und soll bis 2018 schrittweise auf 62 Jahre angehoben werden – in Deutschland liegt es nach der jüngsten Reform ab 2029 bei 67. Bisher müssen französische Arbeitnehmer 40 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben, um Anspruch auf die volle Rente zu erhalten. Diese Beitragsdauer soll auf 41,5 Jahre verlängert werden, in Deutschland liegt der Wert bei 45 Jahren. Nach Angaben der OECD erhält ein Rentner in Frankreich im Durchschnitt 51,2 Prozent des letzten Bruttoeinkommens, in Deutschland sind es nur 39,9 Prozent.

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