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23. November 2010 von Bettina

Pauken für Papas Rente

Ein Sohn, der seit Monaten 16 Stunden am Tag lernt. Eine Mutter, die Sonderschichten schiebt, um seine Nachhilfestunden zu bezahlen. Das ist nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die Wirklichkeit in vielen chinesischen Familien, wo die Kinder kurz vor dem Examen stehen. Denn gute Noten sorgen für einen guten Job, und ein guter Job bedeutet: Die Altersvorsorge der Eltern ist gesichert.

Gerade mal ein Drittel der chinesischen Bevölkerung – die Stadtbewohner in festen Angestelltenverhältnissen – profitieren dem Bericht zufolge vom staatlichen Rentensystem. Bei allen anderen wird die chinesische Tradition, sich um seine Eltern zu kümmern, auch zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Denn was der Nachwuchs nicht liefert, kommt auch nirgendwo anders her. Der Staat hat zwar eine bessere soziale Absicherung versprochen. Aber bisher gilt: Im Extremfall muss ein Verdiener für vier Senioren und  die eigenen Kinder aufkommen.

So viel zum oft beklagten “Generationenkonflikt” in Deutschland.

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