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15. Dezember 2010 von Valérie

Junge Sorgen

So weit ist es also schon gekommen. Da befindet sich ein junger, begabter Schriftsteller in der äußerst glücklichen Lage, ein Stipendium in New York ergattert zu haben. Doch anstatt sich durch den wilden Strudel der Stadt – selbstredend der nie versiegenden Quellen der Inspiration wegen – treiben zu lassen, sitzt er in seiner urbanen Kemenate und denkt über seine Altersvorsorge nach.

„Ich kann schon nicht mehr schlafen wenn ich an mein Alter denke“, schreibt der 33-jährige Autor Thomas von Steinaecker in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen. Statt mit den irdischen Vergnügungen New Yorks beschäftigt er sich sinnigerweise mit Wilhelm Raabes Erzählung „Altershausen“ und stellt sich dabei die unweigerliche Frage: „Was wird eigentlich aus dir mit 67, 68 Jahren, wenn du einmal so alt bist wie Raabe damals?“ Er rechnet Versicherungssummen zusammen, sinniert über versiegende Geldquellen – und ihm wird, scheinbar ebenso unweigerlich, angst und bange. Das macht sie also mit jungen, vielversprechenden Menschen, die Debatte um Altersvorsorge und Rente mit 67/69, Goldkauf und Riester/Rürup. Aber auch der junge, begabte Autor hat eine perfekte Lösung: „Um endlich schlafen zu können, sage ich mir, dass die Politik in den nächsten 34 Jahren schon irgendeine Lösung für mich finden wird.“ Wir bleiben dran.

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