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16. März 2011 von Bettina

“Abzocke mit Gebühren”

Ob konservativ oder risikofreudig – bei vielen deutschen Privatanlegern, die für ihr Alter vorsorgen, dürfte sich im Portfolio auch irgendein Investmentfonds finden. Schließlich ist diese Anlageform mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden und in der Regel renditeträchtiger als das gute, alte Sparkonto.

Was viele aber wahrscheinlich nicht wissen – oder lieber verdrängen: Die ausgebenden Gesellschaften kassieren kräftig ab.  Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die 50 größten in Deutschland zugelassenen Fonds untersucht und immerhin 60 verschiedene Gebühren gefunden. Die Praxis mancher Fonds sei schlicht Abzocke, zitiert das Hamburger Abendblatt den Verbraucherschützer Holger Handstein. Denn: die Gebühren stehen gut versteckt irgendwo in den Verkaufsprospekten oder sind so kompliziert formuliert, dass sie keiner ohne juristisches Staatsexamen versteht.

Neben bekannten Gebühren wie Ausgabeaufschlag oder Verwaltungsgebühr haben die Gesellschaften mit viel Phantasie einen Strauss an weiteren Gebühren eingeführt. Dazu gehören zum Beispiel eine Gebühr für “unerwartete Kosten” oder eine Gebühr, die bei Rückgabe der Anteile fällig wird. Oft wird auch eine so genannte “Performance Fee” (Erfolgsgebühr) verlangt, die unter bestimmten Umständen sogar bei einem Verlust des Fonds fällig wird.

Was der einzelne Anleger tun kann? Den Fonds zum Beispiel bei einer Direktbank kaufen, weil dort zumindest der Ausgabeaufschlag deutlich geringer ist, oder direkt einen börsengehandelten Indexfond ohne zwischengeschalteten Fondsmanager kaufen.


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